100 Jahre Frauen-Wahlrecht

14.11.2018

Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen erinnerten an Beschluss vom 12. November 1918 und diskutieren über aktuelle und künftige Herausforderungen in der Frauenpolitik  

„Frauen kämpfen seit mehr als 100 Jahren um das Aufbrechen politischer Systeme und die aktive Mitbestimmung. Die Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen im November 1918 legte den Grundstein für die aktive Frauenpolitik in unserem Land. Das ist wahrlich ein Grund zum Feiern!“ Mit diesen Worten eröffnete Landesleiterin LR Petra Bohuslav die Jubiläumsveranstaltung im feierlichen Ambiente des Schosses Hunyadi in Maria Enzersdorf.
Auf ihre Einladung kamen Kommunikations-Expertin Heidi Glück, Abg.z.NR Carmen Jeitler-Cincelli, BR Marlene Zeidler-Beck und Justus Reichl vom Raiffeisenverband Österreich zusammen, um Gegenwart und Zukunft der Frauenpolitik zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Kristina Sprenger.
In ihrem Eröffnungsreferat gab Landesleiterin LR Petra Bohuslav einen interessanten Überblick über die letzten 100 Jahre seit der Einführung des Frauenwahlrechts, die eine Erfolgsgeschichte von Frauen auf vielen Ebenen ist. Ihr Fazit und Plädoyer an alle ist daher eindeutig: „Habt den Mut, „Ja“ zu sagen – denn wir Frauen können’s!“
Volks- und Politikwissenschaftlerin Heidi Glück schlug in ihrem anschließenden Impulsreferat 5 Regeln vor, um als Frau richtig wahrgenommen zu werden und den Gesamt-Auftritt zu optimieren. „Nicht nur mitbestimmen, sondern bestimmen. Offensive ist heute!“, betont die Kommunikationsexpertin. 
In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es einmal mehr um die Aufforderung zu Mut, Selbstvertrauen und darum, „Ja“ zu politischer Verantwortung und Mitbestimmung zu sagen. Nationalrätin Carmen Jeitler-Cincelli sendet in ihrer Botschaft den Appell zu mehr Frauensolidarität und weniger Kritik aneinander: „Wir müssen selbst zu Steigbügelhalterinnen werden und Potenzial in anderen Frauen unterstützen, wenn wir es sehen“. 
Ein Umdenken wünscht sich auch Bundesrätin Marlene Zeidler-Beck. „Wir sollten den Reißverschluss einmal anders denken, nämlich Frau-Mann-Frau und uns überlegen, welche Frau auf Platz 1 steht“, argumentiert sie.
Als Pendant zu den vielen weiblichen Akteurinnen des Abends rundete Justus Reichl den Kreis der Diskutanten ab. Der gebürtige Oberösterreicher war vor seiner aktuellen Karriere bei Raiffeisen 17 Jahre lang Benediktiner im Stift Göttweig. Er zeigte sich ob der Einladung geehrt und sprach sich engagiert für die Wichtigkeit der Veränderung gewohnter Denkmuster aus: „Warten Sie nicht auf den St. Nimmerleins-Tag – stehen sie aufrecht und nehmen sie Verantwortung wahr. Es braucht starke Frauen!“
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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